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European Bioplastics: “Reduzierung von Einweg-Kunststoffen muss mit den Verbrauchsrealitäten der Kreislaufwirtschaft in Europa in Einklang gebracht werden“
Donnerstag, 25. Oktober 2018, Firmen-/Marktberichte

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Das Europäische Parlament hat kürzlich seinen Bericht über den Entwurf einer Richtlinie zur Meeresverschmutzung und Einweg-Kunststoffen angenommen. „European Bioplastics unterstützt voll und ganz den Übergang von der linearen zur Kreislaufwirtschaft. Biokunststoffe ermöglichen nachhaltigere Lösungen für eine Reihe von Produkten“, sagt François de Bie, Vorsitzender von EUBP, dem europäischen Verband, der die Interessen der Biokunststoffindustrie vertritt. „Wir sind uns einig, dass es wichtig ist, Einweg-Kunststoffprodukte nach Möglichkeit zu reduzieren, aber Hygiene und Lebensmittelsicherheit dürfen nicht beeinträchtigt werden. Für einige der betroffenen Einwegprodukte – wie z.B. Teller und Besteck – stellen als biologisch abbaubar zertifizierte, kompostierbare Kunststoffe eine biologisch recycelbare Alternative dar.“

EUBP hält die Entscheidung des Parlaments, die Verwendung von Einwegbesteck und -platten zu beschränken, für nicht ausreichend, wenn man die Realität des Lebensmittelkonsums in Europa betrachtet. In bestimmten geschlossenen Kreisläufen wie Kantinen, Flugverkehr oder Sport- und Musikveranstaltungen sind diese eine unverzichtbare und effiziente Lösung, um Sicherheit und Hygiene für Lebensmittel und Getränke zu gewährleisten und gleichzeitig die Abfallsammlung und -verwertung sicherzustellen.

Laut EUBP erfüllen als biologisch abbaubar zertifizierte, kompostierbare Kunststoffe die strengen europäischen Anforderungen und Normen für Gesundheit und Sicherheit und können zusammen mit den Lebensmittelabfällen organisch recycelt werden.

Der Verband unterstützt uneingeschränkt den Vorschlag des Parlaments, Produkte aus oxo-abbaubaren Kunststoffen zu beschränken, was im Einklang mit früheren Erklärungen des Parlaments und der Europäischen Kommission im Rahmen der EU-Kunststoffstrategie steht.

Was die biologische Abbaubarkeit in der Meeresumwelt betrifft, so betont EUBP, dass es sich um eine interessante Eigenschaft handelt. Es muss jedoch klar definiert werden, für welche Materialien, Produkte und unter welchen Umständen diese Eigenschaft von Mehrwert ist. Die Verbesserung der Abfallwirtschaft an Land und der Aufbau effizienter Infrastrukturen für das mechanische und organische Recycling in ganz Europa blieben eine Priorität, wenn es um die Bekämpfung der Meeresverschmutzung geht.

EUBP freut sich auf weitere konstruktive Gespräche mit der Europäischen Kommission, dem Parlament und dem Rat während der bevorstehenden Triloge, um eine wirklich nachhaltige, abfallfreie Kreislaufwirtschaft für Europa zu verwirklichen.

Francois de Bie, Vorsitzender von EUBP (Bild: European Bioplastics)
Francois de Bie, Vorsitzender von EUBP (Bild: European Bioplastics)