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LOPEC 2018: Gedruckte Elektronik zieht in den Alltag ein
Freitag, 16. März 2018, Messen und Events

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Von OLEDs bis hin zu intelligenten Verpackungen: Vom 13. bis 15. März zeigte die LOPEC in München zukunftsweisende Entwicklungen der flexiblen Elektronik. Der LOPEC Kongress gab wichtige Impulse für Anwendung, Forschung und Entwicklung. Wie ein roter Faden zog sich das Thema Well-being durch Fachmesse, Kongress und Rahmenprogramm.

„Die LOPEC hat ihren Stellenwert als zukunftsweisende Plattform für die Branche erneut bestätigt. Hier werden Trends gesetzt“, betont Falk Senger, Geschäftsführer der Messe München. „Insbesondere das Thema Well-being stellte sich als Zukunftsmarkt mit hohem Wachstumspotenzial heraus.“ Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in diesem Bereich, der sowohl die Pharma- und Medizinbranche als auch die Sportindustrie umfasst, sieht auch Dr. Klaus Hecker, Geschäftsführer der OE-A (Organic and Printed Electronics Association): „Die Eigenschaften organischer und gedruckter Elektronik machen die Technologie besonders interessant für den medizinischen Bereich. Im Gegensatz zu konventionellen Sensoren, sind gedruckte Sensoren hauchdünn und flexibel. So können sie direkt auf der Haut getragen werden. Das macht zum Beispiel die Messung von Langzeit-EKGs für Patienten angenehmer.“

Weitere Neuentwicklungen auf dem Gebiet der medizinischen Sensorik und smarten Textilien zeigten die Aussteller und OE-A Mitglieder Brewer Science, das Schweizer Forschungs- und Entwicklungszentrum CSEM, das Holst Centre sowie das Technische Forschungszentrum Finnland VTT.

Die Automobilbranche ist nach wie vor starker Treiber bei der Entwicklung neuer Anwendungen gedruckter Elektronik. Ashutosh Tomar, Principal Engineer (Research) bei Jaguar Land Rover, sieht große Chancen für die gedruckte Elektronik im Bereich autonomes Fahren und Elektromobilität: „Das Auto der Zukunft ist voll mit Elektronik. Von Entertainment Systemen für den Fahrer bis hin zu Sensoren zur Überwachung der Umgebung. Ohne gedruckte Elektronik bliebe für den Fahrgast kein Platz mehr. Der Bedarf nach Innovationen und Umsetzungsmöglichkeiten ist groß.“

Forscher, Entwickler und Industrievertreter aus zahlreichen Branchen diskutierten an drei Tagen das Potenzial und aktuelle Anwendungen von gedruckten Elektronikkomponenten. Mit 188 Kongressbeiträgen erhielten die Teilnehmer einen umfassenden Überblick über die vielfältigen Facetten der gedruckten Elektronik. Wolfgang Mildner, General Chair der LOPEC, freut sich über den hohen Zuspruch: „Der LOPEC Kongress zeigte einmal mehr wie wichtig das interdisziplinäre Arbeiten an Problemlösungen ist. Das Netzwerken mit Fachkollegen aus aller Welt bringt wichtige Impulse, um die Technologie weiter voranzutreiben und neue Anwendungen zu realisieren.“

Rund 2.500 Teilnehmer aus 51 Ländern kamen zur zehnten Ausgabe der internationalen Fachmesse für gedruckte Elektronik. Damit bewegen sich die Zahlen auf dem gleichen Niveau wie zur Vorveranstaltung. Neben Deutschland waren die Top-Besucherländer Österreich, Großbritannien, die Schweiz und Frankreich. Laut der unabhängigen Teilnehmerbefragung der Gelszus Messe-Marktforschung bekam die LOPEC Bestnoten. 97 % der Befragten bewerteten die LOPEC insgesamt als ausgezeichnet bis gut. Zudem gaben 76 & der Teilnehmer an, die LOPEC auch im nächsten Jahr wieder besuchen zu wollen (Vergleich 2017: 64 %). Die 153 Aussteller kamen aus 21 Ländern. 51 % kamen aus dem Ausland. Die Fläche vergrößerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 6 %.

Die Eigenschaften von organischer und gedruckter Elektronik machen die Technologie für den Medizinsektor besonders interessant (Bild: Messe München)
Die Eigenschaften von organischer und gedruckter Elektronik machen die Technologie für den Medizinsektor besonders interessant (Bild: Messe München)