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Papierhersteller Feldmuehle in Uetersen beantragt Insolvenzverfahren
Montag, 29. Januar 2018, Firmen-/Marktberichte

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Die Papierfabrik Feldmühle Uetersen GmbH aus Deutschland hat am 24. Januar 2018 beim Amtsgericht Pinneberg Insolvenzantrag gestellt. Das Gericht hat den Hamburger Rechtsanwalt und Sanierungsexperten Dr. Tjark Thies von Reimer Rechtsanwälte zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Das 1904 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 420 Mitarbeiter und produziert in seiner Papierfabrik westlich von Hamburg jährlich rund 250.000 t Papier. Ihre Produkte werden weltweit eingesetzt, vor allem zur Herstellung klassischer Druckerzeugnisse und in der Verpackungsindustrie.

„Der Geschäftsbetrieb wird ungehindert fortgesetzt. Das gilt für die Produktion ebenso wie für Einkauf, Vertrieb, Marketing und Logistik", sagt Tjark Thies. Heiner Kayser, Geschäftsführer der Feldmühle Uetersen GmbH, sagt: "Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass sie weiterhin pünktlich beliefert werden", und fügt hinzu, dass die Lieferanten sicher sein können, dass sie ihr Geld bei neuen Aufträgen erhalten.

Die Arbeitnehmer werden weiterhin für ihre Arbeit bezahlt: Bis Ende März 2018 werden ihre Gehälter durch die Insolvenzentschädigung der Bundesagentur für Arbeit gedeckt.

Tjark Thies und ein Expertenteam von Reimer Rechtsanwälte arbeiten derzeit gemeinsam mit der Münchner Sanierungsberatung Ruppert Fux Landmann GmbH (RFL) und dem Management von Feldmühle an einer Bestandsaufnahme. "Feldmühle verfügt über erstklassige Produkte, Produktionsanlagen und Prozesse sowie hochmotivierte Mitarbeiter und nimmt eine führende Marktposition ein. Daher ist es gerechtfertigt, das laufende Verfahren als Chance für das Unternehmen zu sehen", sagt Thies.

"Feldmühle wird die begonnene strategische Neuausrichtung mit den ihr zur Verfügung stehenden insolvenzrechtlichen Mitteln fortsetzen. Insbesondere werden wir die kommenden Tage und Wochen nutzen, um zu prüfen, inwieweit das Unternehmen die wirtschaftliche Sanierung alleine bewältigen kann", sagt Unternehmensberater Ruppert. Eine denkbare Alternative dazu wäre die Übernahme durch einen Investor, fügt er hinzu.

Die Feldmuehle Uetersen GmbH musste Insolvenz beantragen (Bild: Feldmuehle Uetersen)
Die Feldmuehle Uetersen GmbH musste Insolvenz beantragen (Bild: Feldmuehle Uetersen)