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Deutsche Umwelthilfe fordert Plastiktüten-Richtlinie ohne Schlupflöcher
Dienstag, 28. Oktober 2014, Firmen-/Marktberichte,Produkte und Innovationen

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In diesen Tagen verhandeln die EU-Kommission und das EU-Parlaments über weitere Maßnahmen zur Reduzierung des Plastiktütenverbrauchs in Europa. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat in diesem Zusammenhang ihre Forderung bekräftigt, dass die bestehenden Ausnahmen für biologisch abbaubare Kunststoff-Tüten aus den EU-Richtlinien verschwinden sollen. Außerdem verlangen die Umweltschützer, dass sich zukünftige Regelungen nicht nur auf dünnwandige Tüten, wie man sie von Obstständen kennt, beziehen sollen.

„Wir fordern den Rat der Europäischen Union entschieden dazu auf, die Ausnahmen zu streichen und sich zu verbindlichen Reduktionszielen zu bekennen“, so Thomas Fischer, Leiter für Kreislaufwirtschaft bei der Deutschen Umwelthilfe.

Die Initiative für die "Richtlinie 94/62/EG über Verpackungen und Verpackungsabfälle im Hinblick auf eine Verringerung der Verwendung von Kunststofftüten" wurde am 4. November 2013 von der EU-Kommission erarbeitet und am 16. April 2014 mit Änderungen vom Europäischen Parlament verabschiedet. Allerdings berücksichtigt die derzeitige Fassung des Entwurfs nur dünne Plastiktüten mit einer Wandstärke von <50 µm. "Das bedeutet, dass Hersteller die Wandstärke ihrer Tüten nur minimal erhöhen müssten, um die Regelung zu umgehen", betont Fischer. "Dies kann dazu führen, dass zukünftig dickwandigere Tüten auf den Markt kommen, ihren Einweg-Charakter jedoch beibehalten. Der Kunststoffverbrauch würde sich somit erhöhen und nicht verringern."

Eine biologisch abbaubare Kunststofftüte
Eine biologisch abbaubare Kunststofftüte